Trensen
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Reithalfter
Vorab sei eins gesagt. Egal welches Reithalfter und welches Gebiss verwendet wird, die Druckpunkte mit denen die Kopfbewegung des Pferdes eingeleitet wird, sind immer gleich : Zunge, Kinn, die Nase und das Genick. Um diese Druckpunkte aktivieren zu können sind Zügel notwendig. Das Halfter muss richtig sitzen, es darf weder zu eng noch darf es zu weit eingestellt sein, in beiden fällen kann das Pferd die Hilfen über die Zügel vom Reiter nicht richtig deuten und ausführen. Dadurch entstehen die meisten missverständnisse zwischen Pferd und Reiter.

Das Material aus denen ein Reithalfter hergestellt wird ist meist ein Rindsleder. Leder ist zwar pflege intensiver aber um einiges langlebiger als andere Materialien. Es werden einige ansprüche an das Leder gestellt, es soll leicht, weich und elastisch sein und auch bleiben aber dabei eine gute Stabilität vorweisen. Zudem sollte es feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können.
Die Nähte sind neben dem Leder enorm wichtig für die Sicherheit und die Haltbarkeit. Es wird mit Baumwollgarn oder mit Kunststoffgarn das kräftig gewachst ist genäht. Gute nähte sind mit gleichmässigen Garn verarbeitet und weisen keine unregelmässigkeiten zwischen den Nähten auf.

Es gibt zahlreich Reithalfterarten. Die meist verbreitetsten möchten wir hier kurz erläutern.
Gehen wir erst in die Westernreiterei. Hier gibt es das Amerikanische Sperrhalfter. Es soll ein weit aufsperren des Pferdemaules verhindern. Es wird hauptsächlich dazu verwendet das das Pferd beim Rinder treiben kein Rind beißen kann. Es besteht aus einem Kopfstück und dem Nasenriemen, dieser wird unter dem Jochbein verschnallt. Der Nasenriemen übt Druck auf den Nasenrücken aus sobald das Pferd das Maul aufreißt.

Westernzäumungen bestehen ansonsten aus einem Kopfstück ohne Sperrhalfter. Der Kinnriemen wird lose, die Kinnkette wird fest verschnallt. Durch die Zügel wird so Druck auf das Kinn ausgeübt. Es gibt sie mit Stirnriemen oder als Einohr,- und Zweiohrhalfter.
Für die klassische Reiterei wird in der Regel ein Reithalfter genutzt welches den Unterkiefer stützt und vor starker Einwirkung am Kieferknochen schützt. Es überträgt einen teil des Drucks auf das Nasenbein und hindert das Pferd beim aufsperren des Mauls.
Das älteste Reithalfter ist das Deutsche.
Ein Lederriemen dient als Nasen,- und Kinnriemen. Es hat wenige verstellmöglichkeiten und findet dadurch nur noch selten verwendung.
Bei allen arten gilt es herauszufinden welches für das Pferd am angenehmsten ist. Nicht die Optik ist das kriterium sondern das Wohlbefinden des Pferdes beim Reiten.